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98. Schweizer Immobiliengespräch - Wohnungskrise, wie weiter?

Zum ersten Mal fand das Immobiliengespräch in Bern statt. Unter dem Titel «Wohnungskrise - wie weiter» ging es in der 98. Ausgabe um spannende Konzepte für Verdichtung und die Hoffnung, dass der Klimadruck am Ende die Wohnungsfrage voranbringt. Die Berner Fachhochschule aus dem Departement AHB (Architektur, Holz, Bau) hat unter der Leitung von Prof. Dr. Boris Szélpal den Anlass nach Bern gebracht. Die vielen Studierenden des Studiengangs MAS Real Estate profitieren von den Gesprächen in ihrer Region.


Text: Alexander Wachter. Fotos: Holger Jacob


...Apropos Leidensdruck: Moderator Björn Zern lenkte die Schlussdiskussion noch auf einen wichtigen Aspekt, der manchmal untergeht: Nicht überall herrscht Wohnungskrise in der Schweiz. Abseits der grossen Städte sieht die Lage anders aus. Womit sich für Zern die Frage stellt: Wäre es nicht sinnvoll, ausserhalb der grossen Zentren die Urbanität zu schaffen, die die Menschen heutzutage suchen? Das erwies sich als ein Gedanke, dem sich alle anschliessen konnten. Freilich, ohne Infrastruktur geht es nicht, aber dezentrale Gebiete seien für Verdichtung prädestiniert, fand Bissig. Und Mettler bekannte: Für sein Unternehmen sei Dezentralisierung geradezu ein Teil der Strategie geworden. Zumal in der Peripherie der politische Widerstand oft deutlich schwächer ausfalle als in Städten wie Genf oder Zürich. Auch der Genehmigungsprozess läuft dort besser, sagte Mettler, der in seinem Vortrag nicht allzu voll des Lobes über die politischen Prozesse gewesen war.


Die Debatte war also spannend, und sie hätte noch spannender sein können, wie Zern resümierte, wenn auch die Politik in der Runde vertreten gewesen wäre. Aber dazu könnte es ja beim nächsten Immobiliengespräch in Bern eine Gelegenheit geben.



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