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Ein schöner Ort - "the beauty of a place"

The Soul of a place

The Ghost of a place

The Beauty of a place


Platon (427-347 v.Chr.) unterschied zwei Arten von Schönheit; jene der Natur und jene der Geometrie. Hegel (1770-1831) unterschied in seiner Philosophie der Ästhetik basierend auf der Dualität das Naturschöne und das Kunstschöne. In der modernen Architektur werden die beiden Schönheitsideale am ehesten bei den verschiedenen Auffassungen über Schönheit bei Frank Lloyd Wright und dem frühen Le Corbusier sichtbar. Wright leitet den Schönheitsbegriff seiner organischen Architektur aus der Natur ab und Le Corbusier aus den Formen moderner Ingenieurprojekten.


Wenn von der Seele oder dem Geist eines Ortes gesprochen wird, entsteht bei den meisten Menschen ein inneres Bild von der atmosphärischen Stimmung, der Qualität, der Gestalt oder dem Wesen der gemeinten Örtlichkeit. Die Menschen verbinden ihre eigenen Erfahrungen, ihr inneres Körperwissen mit Düften, Klängen, Nahrung, Formen, Farben, Ausblicken, dem schönen Licht und auch mit den sozialen Kontakten. Diese Form der Wahrnehmung ist wichtig, um gute Architektur oder einen schönen Ort erkennen zu können.


Das Empfinden von Schönheit ist für den Menschen etwas relativ Neues. Die Wertung, ob schön oder nicht schön, ist ein komplizierter Prozess im Gehirn des Menschen. Es müssen die Eigenschaften des Objektes und andererseits die Persönlichkeitsstruktur des Betrachters, sein momentan physischer Zustand, sein Charakter, sein soziales Umfeld und sein kultureller Hintergrund berücksichtigt werden. Alle Menschen besitzen die angeborene Fähigkeit und Sensibilität, auf spezielle Formen, Rhythmen und Klänge etc. zu reagieren. Ausgewogenheit und Harmonie werden vom Betrachter automatisch als solche wahrgenommen und als schön empfunden. Dies kann in der Architektur zum Beispiel mit Regelmässigkeit, Gleichgewicht und guten Proportionen erreicht werden (Smith, 1981).

Einer der wichtigsten Aspekte, die unser Schönheitsempfinden beeinflussen, ist das jeweils vorherrschende kulturelle gesellschaftliche Modell. Es werden drei verschiedene Ebenen der ästhetischen Werte unterschieden - Mode, Stil und ästhetische Grundwerte.


Warum brauchen wir Menschen Schönes?

Nach Sigmund Freud wird die Wahrnehmung von Schönheit indirekt als ein Linderungsmittel gegen Schmerzen, Enttäuschungen und unlösbare Aufgaben gesehen.

Quelle: Grütter (2019), Grundlagen der Architekturwahrnehmung

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